Die private Haftpflichtversicherung ist in der heutigen Zeit eine der wichtigsten Versicherungen für den privaten Haushalt. Sie schützt die Existenz des Versicherungsnehmer und mit versicherten Personen vor Ansprüchen Dritter, die er geschädigt hat, als auch vor unberechtigten Ansprüchen (passiver Rechtsschutz). Viele denken bei der privat Haftpflichtversicherung oft an den Schaden bei Freunden oder Bekannten, bei dem eine Lampe oder ähnliches zerstört wird. Dies sind aber die kleinsten und eher unbedeutenden Schäden. Viel wichtiger ist die Absicherung gegen Ansprüche aus den „großen Schäden“.

Entspannt im Leben mit der richtigen privaten Haftpflichtversicherung.
Gerade wo Kinder spielen kann es schnell zum Schadensfall kommen.

Anhand der Beispiele können Sie sehen, wie schnell es zu fünfstelligen Schadenssummen kommt und setzt man das in Verhältnis zum Beitrag für die privat Haftpflichtversicherung, erscheint der Beitrag gar geringfügig. Es gilt aber zu beachten, dass es verschieden Tarifvarianten für gibt. Hier sollte man nicht unbedingt den günstigsten Basistarif wählen.

Worauf sollte ich achten bei einer guten privaten Haftpflichtversicherung?

  • Auslandsaufenthalt bis zu 1 Jahr
  • Teilnahme Betriebspraktikum oder fachpraktischer Unterricht
  • Hüten fremder Hunde/Pferde
  • Internetnutzung/Datenaustausch
  • Schäden an gemieteten Räumen
  • Deckungssumme min. 3 Mio. EUR pauschal
  • Gefälligkeitshandlungen
  • Gemietete/geliehene Sachen
  • Forderungsausfalldeckung
  • Schäden deliktunfähiger Personen

Was leistet die private Haftpflichtversicherung?

In der Haftpflichtversicherung wird in drei Schadensarten unterschieden:

  • Personenschäden: Hier schädigt der Versicherungsnehmer oder der versicherte Personenkreis einen Dritten körperlich, z.B. in Folge eines Sportunfalls wie im Beispiel 2. Es können hier Arztrechnung oder Verdienstausfälle auf Sie zukommen.
  • Sachschäden: Sie beschädigen eine Sache oder das Eigentum eines Dritten sind Sie zum Ersatz verpflichtet gemäß den gesetzlichen Bestimmungen. Typische Beispiel ist, mit dem Fußball wird das Fenster des Nachbarn zerschossen. Das Fenster muss ersetzt werden.
  • Vermögenschäden: Es gibt hier zwei Arten, den echten Vermögensschaden und den Vermögensschaden als Folge eines Personen- oder Sachschadens. Wird eine Person so geschädigt, dass aufgrund dieser Folge weniger verdienen würde und der Ausgleich durch die Haftpflicht bezahlt wird spricht man von Vermögensfolgeschaden. Ein reiner oder auch echter Vermögensschaden geht keine Personen- oder Sachschaden vorweg, sondern der Schaden kann nur Finanziell gemessen werden. Durch Ihr handeln wird eine Ausfahrt blockiert und der Geschäftsmann/-frau kommt nicht mehr rechtzeitig zum Flughafen um den Flug zu erwischen, wodurch er/sie ein neues Ticket kaufen muss.

Wo ist die Haftung geregelt?

Die Grundlage für die private Haftpflichtversicherung bildet der § 823 BGB. Hier seht geschrieben: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

Hieraus entsteht die Leistungspflicht. Es gibt zwar noch weitere Paragraphen die andere Ansprüche regeln, aber der § 823 BGB ist der wohl wichtigste.

Das Haftungsrecht ist sehr Komplex und benötigt einen sehr guten Versicherungsschutz.

Was ist bei ungerechtfertigten Ansprüchen?

In diesen Fällen hat die private Haftpflichtversicherung einen passiven Rechtsschutz integriert. Sofern eine versicherte Leistung ungerechtfertigt an Sie herangetragen wird, übernimmt der Haftpflichtversicherer die Abwehr der Ansprüche gegen Sie. Die kompletten Kosten werden durch den Versicherer getragen und bis zum Ende ausgefochten.

Sollte sich jedoch im Laufe eines Prozess oder Verfahren herausstellen, dass der Anspruch gerechtfertigt war, übernimmt die private Haftpflichtversicherung die Leistung und bezahlt den Schaden, sowie die Verfahrenskosten. Sie als Versicherungsnehmer haben, dadurch kein Kostenrisiko.

Ein typisches Schaden Bild ist, Freunde helfen beim Umzug und eine Kiste fällt zu Boden wobei ein Gegenstand zerbricht. Kommt es im Rahmen einer Gefälligkeitshandlung durch den Versicherungsnehmer zu einer Schädigung, so gilt aufgrund der Rechtsprechung in der Regel ein Haftungsausschluss für leicht fahrlässig verursachte Schäden, sodass der Haftpflichtversicherer die Ansprüche im Rahmen des passiven Rechtsschutzes abwehrt. Ein guter Tarif bietet hier noch Versicherungsschutz an.

Je höher die Versicherungssummen sind desto unwahrscheinlicher wird es, dass diese nicht ausreichen. Aber Grundsätzlich sollten diese mind. 3 Mio. EUR betragen, aber je nach Situation und Umfeld sollten passende Summen gewählt werden. Die derzeit höchste Absicherung ist 50. Mio. EUR.

Es gibt in Deutschland immer noch Menschen die keine private Haftpflichtversicherung haben. Was passiert jetzt aber, wenn Sie durch einen solchen geschädigt werden? Hierfür gibt es den Baustein Forderungsausfalldeckung. Nehmen wir an, Sie werden durch einen Dritten geschädigt in Höhe von 100.000,- EUR, dieser hat keine Haftpflichtversicherung und verfügt nicht über das Vermögen den Schaden zu begleichen. In diesem Fall übernimmt der eigene Versicherer den Schaden. Achtung viele Versicherer haben hier eine Mindestschadenhöhe von 2.500,- EUR. (Vereinfachte Darstellung)

In der Vergangenheit war dieser Punkt in den meisten Policen ausgeschlossen. In einer guten privaten Haftpflichtversicherung ist das mitversichert. Wie schnell ist was passiert, man leiht sich schnell mal eine Maschine vom Baumarkt. Zuhause angekommen fällt die Maschine vom Tisch und geht kaputt. Hier sind schnell mehrere hundert Euro weg.

Versicherer Tarif
InterRisk XXL
Haftpflichtkasse Darmstadt Einfach Komplett
Helvetia Komfortschutz inkl. Baustein Plus
Gothaer Top mit Plus Deckung
Die Bayerische Prestige (3 Jahre ohne Vorschaden)
VHV Klassik-Garant
Rhion Plus
R+V Privatschutz
AXA BOXflex Premium